Familiengeschichte

Die von dem Knesebecks

Der Ursprung der Familie geht auf die Jahre 1207 und 1248 zurück. Das Geschlecht derer von dem Knesebeck entstand aus zwei Stämmen: dem schwarzen Stamm aus Niedersachsen (Lüneburg) und dem weißen Stamm aus Brandenburg (Altmark).
Der Name der Familie soll sich zusammensetzten aus Knese was Herr oder Herrscher bedeutet und Beke was Bach bedeute und den Bach, der eine Burg umfließt bezeichnet, so zumindest schreibt es Ferdinand von dem Knesebeck in seiner 1811 publizierten Familiengeschichte.

Wasmod und Bodo – zwei Ahnherren

Die Burg Knesebeck im gleichnamigen Stadtteil von Wittingen (Gifhorn) in Niedersachsen ist das Stammhaus des schwarzen Stammes des Adelsgeschlechts von dem Knesebeck. Wasmod von dem Knesebeck, der Stammvater der schwarzen Linie, wird erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Auf ihn gehen somit die Linien Wittingen und Langenapel zurück. Die schwarze Linie führt ein rotes springendes Einhorn im Wappen.
Der weiße Stamm der Familie wird erstmals mit Bodo von dem Knesebeck (de Soltwedele / de Knesebeke) in den Jahren 1207 bis 1241 urkundlich erwähnt. Er war Burgmann zu Salzwedel in der Altmark. Auf ihn gehen die verzweigten Linien Tilden und Colborn zurück. Die weiße Linie führt eine rote Greifenklaue/Adlerklaue im Wappen.

… oder begann alles mit Paridam?

Der 1172 erwähnte Paridam von dem Knesebeck (♰1248) gilt vielen als Stammvater der beiden Stämme. Exakt nachweisbar ist dies aber nicht. Es gibt vielerlei, i.d.R. jedoch nicht eindeutige Aussagen zum Ursprung und zur Herkunft der Familie von dem Knesebeck. So wird bereits 1119 ein Paridam (ohne Zusatz Knesebeck) erwähnt.
Weitere Urväter, deren Ursprünge allerdings im Unklaren bleiben, sind:
Boldewin (1130), Huner (1150), Berthold (1179), Wasmod (1200), Herneid (1244), Ludolf (1266), Wedig (1287), u.a. Reiner Rode, Knesebeck, Geschichte eines Dorfes, Knesebeck 1981

Schwarz und Weiß – zwei spät vereinte Stämme

Im Jahr 1644 erkennen die braunschweigisch-lüneburgischen und brandenburgischen Landesherrn die gemeinsame Abstammung der beiden Stämme an und stellen Lehnsbriefe zur gesamten Hand aus. Beide Stämme, der schwarze und der weiße, vereinen sich und führen seitdem ein gemeinsames geviertes Wappen.